Veröffentlicht am: 21. Februar 2013

Lyriklesung –viel Stoff zum Nachdenken

Bernhard Kaute, ein ehemaliger Schüler unserer Schule, der vor kurzem seinen ersten Lyrikband „Scherenschnitt“ veröffentlichte, berichtete der 5AHK in einem Workshop von seinen Erfahrungen mit Lyrik. Dabei war es ihm vor allem wichtig, das Schreiben von Gedichten als Persönlichkeitsprozess darzustellen. Für ihn sind Gedichte Ausdruck seiner Seele, seiner Gefühle und Gedanken . “So wurden die Gedichte meine Möglichkeit Themen, über die ich nicht mit jedem reden kann, zu behandeln und zu verarbeiten und meine Gesprächspartner … wurden Erich Fried, Bertolt Brecht, Paul Celan und viele andere. Gedichte bieten mir eine Möglichkeit meine Gedanken zu verarbeiten und mein Grundsatz lautet seit jeher: lieber möchte ich die traurigen Dinge aufschreiben und die fröhlichen ausleben, als die fröhlichen aufschreiben und die traurigen ausleben.”

Für Bernhard Kaute bietet die Lyrik einen unerschöpflichen Möglichkeitspool, denn keine andere literarische Form bietet so viele Freiheiten wie das Gedicht.

 

 

Es kann gereimt sein, muss es aber nicht,
es kann grammatikalische/orthographisch korrekt sein, muss es aber nicht,
es kann in Strophen gegliedert sein, muss es aber nicht,
es kann visuell sein, muss es aber nicht,
es kann…., muss es aber nicht.

Wichtig ist nur eines: Für ihn wird das Gedicht zum Ausdruck seiner selbst, ein künstlerisches Werk voller Authentizität.

Breymann Angelika