Veröffentlicht am: 19. Februar 2014

Workshop Abendblau und Morgentod

Aktion zum Thema Alkohol am Steuer

Am Montag, dem 17. Februar besuchte Frau MMag. Annemarie Pleininger vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) die 4. Jahrgänge. Wir sprachen mit der Verkehrspsychologin über die Risiken von Alkoholkonsum im Straßenverkehr.
Alkohol am Steuer ist schon lange kein Kavaliersdelikt mehr und dennoch kommt es jedes Jahr zu zahlreichen Unfällen mit alkoholisierten Lenkern. Einige haben fatale Folgen. Die Unfallstatistik zeigt: 2011 war jeder 10. Verkehrstote in Österreich Opfer eines Alkoholunfalles.

Die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf das Fahrverhalten sind vielen jungen Lenkern nicht bewusst. Tatsächlich steigt unter Alkoholeinfluss das Unfallrisiko um ein Vielfaches, bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch.
Alkohollenker gefährden nicht nur sich selbstsondern auch ihre Mitmenschen. 2011 wurden in Salzburg 40 Unfälle durch Alkohollenker der Altersgruppe 15 bis 24 Jahre verursacht, 63 Personen wurden dabei verletzt, eine Person kam ums Leben. Bei etwa der Hälfte der verletzten Personen handelt es sich um den Alkohollenker selbst. Die meisten Alkolenker sind junge Männer.

Alkohol am Steuer zieht auch erhebliche Strafen nach sich: Zwischen 0,5 und 0,79 Promille kommt es neben einer Geldstrafe auch zu einer Vormerkung. Wer mit 0,8 bis 1,19 Promille erwischt wird, muss mit einer Geldbuße sowie einer Entziehung der Lenkberechtigung von einem Monat rechnen und sich zusätzlich einem Verkehrscoaching unterziehen. Ab 1,2 Promille wird der Führerschein für mindestens vier Monate abgenommen, ab 1,6 Promille für mindestens sechs Monate. Zusätzlich kommt es zu einer Geldstrafe und einer Nachschulung, ab 1,6 Promille muss der Lenker ein amtsärztliches Gutachten sowie eine verkehrspsychologische Stellungnahme beibringen. Für Probeführerscheinbesitzer gilt die 0,1-Promille-Grenze.