Neue Oberstufe/Modularisierung

Ab dem Schuljahr 2015/16 wird die Modularisierung durch die Neue Oberstufe ersetzt

Erstmalig für Schüler und Schülerinnen, die sich im Schuljahr 2015/16 in der 10. Schulstufe befinden.
Die Eckpunkte der neuen Oberstufe:
Die neue Oberstufe gilt für alle drei- bis fünfjährigen mittleren und höheren Schulen ab der 10. Schulstufe.

Lehrplanadaptierung:
Der Lehrstoff der Unterrichtsgegenstände wird ab der 10. Schulstufe semesterweise in Kompetenzmodule geteilt.

Semesterweise Beurteilung:
- ab der 10. Schulstufe: Semesterzeugnisse
- positiver Abschluss eines jeden Semesters notwendig
- Semesterprüfungen über negativ beurteilte Kompetenzen, der nachzuholende Lehrstoff wird zusätzlich dokumentiert (Beiblatt zum Semesterzeugnis)
- Semesterprüfung und deren erste und zweite Wiederholung sind innerhalb der zwei darauffolgenden Semester möglich
- kein Zusammenlegen mehrerer negativer Beurteilungen eines Unterrichtsgegenstandes zu einer einzigen Semesterprüfung möglich

Wiederholen der Schulstufe:
- Aufsteigen bei zwei Nicht Genügend generell möglich
- Bei mehr als zwei negativen Noten kann die Klassenkonferenz einmal das Aufsteigen mit drei Nicht Genügend ermöglichen.

Förderung von Jugendlicher mit Lernschwächen und besonderen Begabungen:
- erweitertes Frühwarnsystem mit Leistungsvereinbarungen (Fördermaßnahmen zur Vermeidung von negativen Beurteilungen)
- individuelle Lernbegleitung zur Umsetzung vereinbarter Fördermaßnahmen: Lernbegleiter
- Begabungsförderung: Teilnahme am Unterricht einzelner Unterrichtsgegenstände in einem höheren Semester

Abschluss der Oberstufe:
Nur bei einem positiven Abschluss aller Unterrichtsgegenstände ist ein Antreten zur Reife- und Diplomprüfung möglich.
 Eckpfeiler des Schulversuchs „Modularisierung im kaufmännischen Schulwesen“ 

Letztmalig für Schüler und Schülerinnen, die sich im Schuljahr 2015/16 im dritten Jahrgang befinden.
Bei diesem Schulversuch handelt es sich um ein Ausbildungskonzept, das die Wiederholung von positiv erbrachten Leistungen nicht mehr erfordert.

• In den am Schulversuch beteiligten Jahrgängen wird der Unterricht ab dem 3. Jahrgang semesterweise abgehalten und beurteilt.

• Der bisher für ein ganzes Jahr geltende Lehrplan wird semestriert (Module), das bedeutet, dass der Jahresstoff in Semesterstoffgebiete aufgeteilt wird.

• Für die Leistungen jedes Semester wird ein Semesterzeugnis (bisher Schulnachricht bzw. Jahreszeugnis) ausgestellt.

• Positiv abgeschlossene Module bleiben immer erhalten.

• Negativ abgeschlossene Module können innerhalb der ersten 4 Wochen des darauffolgenden Semesters durch eine Prüfung (entspricht der bisherigen Wiederholungsprüfung) ausgebessert werden

• Bleibt dabei die negative Beurteilung bestehen, dann sind nach Absolvierung der von der Schule im Rahmen des Förderkonzepts festgelegten Fördermaßnahmen weitere Antritte in Form von Kolloquien möglich.

• Dadurch entfällt das Wiederholen eines gesamten Schuljahres (auch der positiven Fächer) im herkömmlichen Sinn.

• Alle Module (bis auf höchstens eines) müssen innerhalb der Höchstdauer des Schulbesuchs (7 Jahre) positiv abgelegt werden. Ein negativ beurteiltes Modul kann im Rahmen der Reife- und Diplomprüfung ausgebessert werden.

• Ein Aufsteigen in das nächst höhere Semester ist immer möglich, unabhängig von der Zahl der negativ beurteilten Module.

• Für die Beratung der Schüler wird die Verantwortung des Klassenvorstandes auf die eines Coaches ausgeweitet.

• Das bisherige Fördersystem der Schule wird flexibler gestaltet, sodass individuelle Fördermaßnahmen möglich werden. Die Fördermaßnahmen sind jahrgangsübergreifend für die 3. bis 5. Jahrgänge möglich.